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Berichte aus Liliput

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Sonntag, 23. Oktober 2016

Auch wenn es eitel ist...


Schöne Frauen lächeln mich öfter an. Warum? Weil sie sich an mich erinnern… Psst… Der Moment, wenn sie erkennen, daß sie wach sind, läßt den Mund aufspringen:

Weil ich der Mann* aus ihren Träumen bin.

Auch wenn es viele Träume gibt: Bin ich doch real ...und genauso schnell vergessen. An Orten, wo man Träume nicht erwartet, tauche ich auf – als déjà vu. Als Ahnung dessen, was sie schon vergessen haben. Auch wenn es selbstherrlich ist: Erfüllt sich ihr Traum für den Moment

…weil es nur ein Moment ist, in dem Träume keine Zeit haben, zu platzen. Bin ich perfekt? Bin ich schön? Kein Traum ist perfekt, keiner nur schön. Darum träumen wir ja. Um das Perfekte passend zu machen …damit es auch in den Alltag paßt: In ein Schminktäschchen. In einen Einkaufswagen mit Pizza für die Woche und Joghurt für das Gewissen. In ein Auto mit noch zwei Monaten TÜV.

Ich bin ihre Plakette für das Leben.

Ich gebe ihnen zwei weitere Jahre Hoffen mit auf den Weg ins Alter. Auf den Weg. Der mit Kreuzungen lockt. Abzweigungen, Versprechungen, roten wie grünen Ampeln, die man überfährt, an ihnen hält oder wartet. Wartet… wartet… wartet…
…bis ich an der Ecke stehe – unerwartet – und ihnen ein Lächeln auf die Lippen zaubere.

 Weil ich der Grund fürs Träumen bin…



Warum folge ich dann diesen schönen Frauen nicht?

Weil ich gefesselt bin, nicht gebunden, gefesselt bin:



Für jeden Traum, den ich erfülle, platzt ein eigener.










*







*[Keine Prinzessinnen! Supermarktkassiererinnen, Boutixen, Busfahrerinnen, Politessen, Hartz-4-Empfängerinnen, Menschen etc. willkommen. Umtausch ausgeschlossen. Ich schmeiße keine Menschen weg.]








20 Dinge


20 Dinge, die ich an Dir liebe:



1.
Deinen Geruch (weil der Geruch das erste ist, was mithin vergeht, doch unvergessen bleibt)


2.
Deine glatte Haut (über die auch feinere als meine Hände streichen dürfen)


3.
Deine vollen Lippen (die nicht wissen, wen sie küssen)


4.
Und Dein Erwartungslächeln (wen es erwartet)


5.
Deine Haare (in einen roten Schleier gehüllt)


6.
Deinen Durchdringeblick (den Du aus der Seite wirfst, weil Du wissen willst, was sich hinter all dem
 hier verbirgt)


7.
Deine braunen Augen (weil grüne oder blaue nie so dunkel sind)


8.
Deine Koketterie (mit der Du entwaffnest, wenn Du mit Blicken spielst)


9.
 Deine langen Beine (mit denen Du die Geschicke trittst)


10.
 Deine Schüchternheit (als Makel: weil sie Dich zum Menschen macht, als Waffe: wo sie Dich in Bedrängnis bringt)


11.
Deine Unbefangenheit (die Dich zweifeln läßt)


12.
Deine verflixte Neugier (die Dich in peinliche Situationen schickt)


13.
Deine freche Klappe (mit der Du dich um Kopf und Kragen plapperst)


14.
Deine scharfe Feder (mit der Du gegen Wörter fichtst)


15.
Deine Befangenheit (wenn Dich mein Blick dennoch sticht)


16.
Deine Jugend (für das Alter hast ja mich)


17.
Deine Eigenliebe (mit der Du deinen Körper wäschst oder Eitelkeit: weil Du ihn für andere pflegst)


18.
 Deine Resonanzen (die nicht nur Musik, die alles zum Schwingen bringen)


19.
Deine Einsamkeit (die Dich diese Zeilen noch immer lesen läßt)


20.
Deine Sehnsucht nach meinem Geruch (weil der neben Dir nicht der wahre ist)





Und was Du an mir liebst?

Daß Du mich zum besseren Menschen machst?



Daß es mich gibt.

Einfach gibt...








*