Das Scheitern –
vielleicht die universelle Erkenntnis unter den Einsichten, die man gegen alle
Vernunft behaupten muß – ist das Niedervoltabspulprogramm der Natur wider
den Gesetzen, durch die sie sich definiert, aus denen sich ein Abbild des
Erfolges erst entwickeln ließe, so man nicht diesen als Absicht voraussetzt,
sondern dieses als urallerersten Versuch ansieht, um eine Abfolge zu
ermöglichen.
Das heißt für eine Gesellschaft: mit all ihren
Interaktionen aus dem Scheitern eine Abfolge zu gewährleisten, daß sie in ihren
Bemühungen, Grenzen zu überschreiten, an der Ausdehnung erst die Spannung
erzeugt, damit sie wieder in sich zusammenfällt oder sich aus dem Kontext ein
Teil der Spannung löst, um sich einer anderen Anziehung einzugliedern.
Das heißt für eine Symbiose: mit all ihren
Interaktionen wie zwischen Frau und Mann, Mensch und Leben, Leben und Wiedergeben
aus dem Scheitern eine Notwendigkeit zu gewährleisten, daß sie in ihren
Möglichkeiten, eine Wahl zu treffen, durch den Entschluß erst die Spannung
erzeugt, damit sie wieder in sich zusammenfällt – das Vergehen der Gefühle – oder sich aus dem Kontext ein Teil der
Spannung löst, um sich einer anderen Anziehung einzugliedern.
Das heißt für ein Habitat: mit all dessen
Interaktionen wie zwischen Wasser und Luft, Nahrung und Verdauung, Drehung und
Bewegung aus dem Scheitern eine Umkehrung zu gewährleisten, daß es in seinen
Begrenztheiten, eine Vielfalt zu erschaffen, durch den Wankelmut der Evolution
erst die Spannung erzeugt, damit es wieder in sich zusammenfällt oder sich aus
dem Kontext ein Teil der Spannung löst, um sich einer anderen Anziehung
einzugliedern.
Das heißt für ein planetarisches Sonnensystem: mit
all seinen Interaktionen wie zwischen Beschleunigung und Entschleunigung,
Fusion und Explosion aus dem Scheitern eine Langmut zu gewährleisten, daß es in
seinem Raumgreifen, einen Platz zu erschaffen, durch die Abhängigkeit erst die
Spannung erzeugt, damit es wieder in sich zusammenfällt oder sich aus dem
Kontext ein Teil der Spannung löst, um sich einer anderen Anziehung
einzugliedern.
Das heißt für Galaxien: mit all ihren Interaktionen
wie zwischen dick und flach, dunkel und hell aus dem Scheitern eine Resonanz zu
gewährleisten, daß sie in ihren Vermögen, einen Klang zu erschaffen, durch das
Rauschen erst die Spannung erzeugt, damit sie wieder in sich zusammenfallen
oder sich aus dem Kontext ein Teil der Spannung löst, um sich einer anderen
Anziehung einzugliedern.
Das heißt für die Endlichkeit: mit all ihren
Interaktionen wie zwischen Teilchen und Atomen, Schwärmen und Bindungen,
Schwüngen und Lösungen, Anschlußbummeln und Auslöschung aus dem Scheitern eine
Verbindlichkeit zu gewährleisten, daß sie in ihrem Bestreben, eine
Unendlichkeit zu erschaffen, durch die Wiederkehr erst die Spannung erzeugt,
damit sie wieder in sich zusammenfällt oder sich aus dem Kontext ein Teil der
Spannung löst, um sich einer anderen Anziehung einzugliedern.
Und das heißt für alles: betrachtet man das
Entstehen – das durch das Verstehen
beobachtet werden kann – als Lebewesen, das ein Bewußtsein besitzt – das erwägt sich aus der Erkenntnis, wie
sich sonst aus dem Nichts eines entwickeln konnte –, daß wir alle im Darm
einer Kuh leben – die Gesellschaft, die
Symbiose, das Habitat, das planetarische Sonnensystem, die Galaxien, die
Endlichkeit –, die uns wiederkäut und wiederkäut, ausfurzt oder ausscheißt
nach Belieben – ob es ihr bewußt ist? –,
und nachdem sie kein frisches Gras mehr findet verhungert und sich in ihre
Bestandteile auflöst – was Hoffnung
letztlich ist –, sich vielleicht dennoch ein Mistkäfer findet, der aus dem
Dung der Dinglichkeiten Nahrung frißt und sich dabei denkt: „Wer sich nicht zu beschäftigen weiß,
beschäftigt sich mit anderen.“
So sind wir alle angeschissen, Froh, aber
angeschissen.
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