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Miniaturen des Absurden

Betrete mit der Miene der Abfälligkeit und erhalte Einlaß

Vom Jardin du Luxembourg zum Panthéon brauchte es schon mehr als platonisches Innehalten, um sich Gehör für Gesehenes zu verschaffen. Da...

Mittwoch, 13. August 2014

Warum Naturgesetze nicht ihrer eigenen Gerichtsbarkeit unterliegen




Das Scheitern – vielleicht die universelle Erkenntnis unter den Einsichten, die man gegen alle Vernunft behaupten muß – ist das Niedervoltabspulprogramm der Natur wider den Gesetzen, durch die sie sich definiert, aus denen sich ein Abbild des Erfolges erst entwickeln ließe, so man nicht diesen als Absicht voraussetzt, sondern dieses als urallerersten Versuch ansieht, um eine Abfolge zu ermöglichen.

Das heißt für eine Gesellschaft: mit all ihren Interaktionen aus dem Scheitern eine Abfolge zu gewährleisten, daß sie in ihren Bemühungen, Grenzen zu überschreiten, an der Ausdehnung erst die Spannung erzeugt, damit sie wieder in sich zusammenfällt oder sich aus dem Kontext ein Teil der Spannung löst, um sich einer anderen Anziehung einzugliedern.

Das heißt für eine Symbiose: mit all ihren Interaktionen wie zwischen Frau und Mann, Mensch und Leben, Leben und Wiedergeben aus dem Scheitern eine Notwendigkeit zu gewährleisten, daß sie in ihren Möglichkeiten, eine Wahl zu treffen, durch den Entschluß erst die Spannung erzeugt, damit sie wieder in sich zusammenfällt – das Vergehen der Gefühle – oder sich aus dem Kontext ein Teil der Spannung löst, um sich einer anderen Anziehung einzugliedern.

Das heißt für ein Habitat: mit all dessen Interaktionen wie zwischen Wasser und Luft, Nahrung und Verdauung, Drehung und Bewegung aus dem Scheitern eine Umkehrung zu gewährleisten, daß es in seinen Begrenztheiten, eine Vielfalt zu erschaffen, durch den Wankelmut der Evolution erst die Spannung erzeugt, damit es wieder in sich zusammenfällt oder sich aus dem Kontext ein Teil der Spannung löst, um sich einer anderen Anziehung einzugliedern.

Das heißt für ein planetarisches Sonnensystem: mit all seinen Interaktionen wie zwischen Beschleunigung und Entschleunigung, Fusion und Explosion aus dem Scheitern eine Langmut zu gewährleisten, daß es in seinem Raumgreifen, einen Platz zu erschaffen, durch die Abhängigkeit erst die Spannung erzeugt, damit es wieder in sich zusammenfällt oder sich aus dem Kontext ein Teil der Spannung löst, um sich einer anderen Anziehung einzugliedern.

Das heißt für Galaxien: mit all ihren Interaktionen wie zwischen dick und flach, dunkel und hell aus dem Scheitern eine Resonanz zu gewährleisten, daß sie in ihren Vermögen, einen Klang zu erschaffen, durch das Rauschen erst die Spannung erzeugt, damit sie wieder in sich zusammenfallen oder sich aus dem Kontext ein Teil der Spannung löst, um sich einer anderen Anziehung einzugliedern.

Das heißt für die Endlichkeit: mit all ihren Interaktionen wie zwischen Teilchen und Atomen, Schwärmen und Bindungen, Schwüngen und Lösungen, Anschlußbummeln und Auslöschung aus dem Scheitern eine Verbindlichkeit zu gewährleisten, daß sie in ihrem Bestreben, eine Unendlichkeit zu erschaffen, durch die Wiederkehr erst die Spannung erzeugt, damit sie wieder in sich zusammenfällt oder sich aus dem Kontext ein Teil der Spannung löst, um sich einer anderen Anziehung einzugliedern.

Und das heißt für alles: betrachtet man das Entstehen – das durch das Verstehen beobachtet werden kann – als Lebewesen, das ein Bewußtsein besitzt – das erwägt sich aus der Erkenntnis, wie sich sonst aus dem Nichts eines entwickeln konnte –, daß wir alle im Darm einer Kuh leben – die Gesellschaft, die Symbiose, das Habitat, das planetarische Sonnensystem, die Galaxien, die Endlichkeit –, die uns wiederkäut und wiederkäut, ausfurzt oder ausscheißt nach Belieben – ob es ihr bewußt ist? –, und nachdem sie kein frisches Gras mehr findet verhungert und sich in ihre Bestandteile auflöst – was Hoffnung letztlich ist –, sich vielleicht dennoch ein Mistkäfer findet, der aus dem Dung der Dinglichkeiten Nahrung frißt und sich dabei denkt: „Wer sich nicht zu beschäftigen weiß, beschäftigt sich mit anderen.“


So sind wir alle angeschissen, Froh, aber angeschissen.






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