"Hallo" ist das Pfandleihhaus des "Aufwiedersehn"...



Miniaturen des Absurden

Betrete mit der Miene der Abfälligkeit und erhalte Einlaß

Vom Jardin du Luxembourg zum Panthéon brauchte es schon mehr als platonisches Innehalten, um sich Gehör für Gesehenes zu verschaffen. Da...

Montag, 9. März 2015

Zwiesprache




Ich hörte ihm gar nicht mehr zu. Aber er war so süß. Daß ich ihm die schönen Augen machte, die jeder Mann so mochte, um sich besser zu fühlen. Oder wichtig. Oder niedlich. Hihi.

„Feministinnen gehen zum Lachen in den Bunker. Die schließen sich dort ein und feuern aus allen Rohren. Sollte man ihnen sagen, daß der Krieg vorbei ist?“

Ich stützte mein Kinn auf der Hand ab. Den Ellbogen auf dem Restaurant-Tisch. Die Kerze dazwischen ließ meine Augen funkeln. Ich entließ meinen Lippen ein Lächeln.

„Bemerkenswert ist, daß diese weißen Feministinnen nur in weißen Medien bei ihren weißen Filter-Follower-Freundinnen stattfinden, nie in der Lebenswirklichkeit. Oder bei dunkleren Frauen. Oder bei ärmeren Frauen. Oder in Ländern, wo sie ihre Billig-Fashion herhaben. Aber im Traum nicht daran denken, je KFZ-Mechatronikerin zu werden. Auch da kann man Werkstattleiterin werden. Oder Autohaus-Chefin. So gesehen ist ihr Kriegsgebaren mit Bunkermentalität eher ein Counterstrike in einem virtuellen Leben. Ein Ballerspiel um Holding-the-Flag. Und wenn sie diese dann in Händen halten, verteidigen sie die dann um jeden Preis. Ohne zu merken, daß sie nur Pixel auf einem Computer-Bildschirm in Händen halten.“

Ich trank jetzt aus meinem Glas. Ich schluckte so verführerisch, daß er sich ab und zu verhaspelte. Wie cute. Hihihi.

„Was mich und die meisten Menschen abstößt, ist, daß weiße Feministinnen normale Frauen, die selbstbestimmt, selbstbewußt, selbstständig, mündig, emanzipiert und aufgeklärt sind als Dümmerchen darstellen, für die sie ihre Stimme erheben müßten, weil die ja zu dumm und devot seien, das selbst zu tun. Und als dunklere Frau kommst Du nie in deren Zirkel. So sind weiße Feministinnen die wahren Frauenfeinde, frauenfeindlich ohne Ende. Nur hören sie das nicht gerne. Sie hören auch nur das, was sie hören wollen. Selbstkritik ist ihnen fremd. Sie sind so mega-sensibel, aber pissen mit ihrer verbalen Gewalt jeden an und empören sich, wenn ihre Pergamenthaut ein Spritzerchen abbekommt. Alle andere müssen das ja abkönnen. Ich bin ja sensibel, sagen sie dann. Sie sind so prüde und puritanisch, daß Haut schon zu einem Problem wird, wenn sie in der Öffentlichkeit gezeigt wird. Da reicht schon eine Hand, die eine Cola-Dose in die Kamera hält. Sie sind der Bund Deutscher Mädel des 21. Jahrhunderts und genauso rassistisch religiös. Inklusive Zwangsmitgliedschaft: Wer nicht eintritt, wird geächtet. Man müßte sie eigentlich Islamistische Feministinnen nennen: Sozialer Tod allen Ungläubigen! Als nächstes sprengen sie die Kunst in die Luft, die nicht ihrer Sekte religiös-konform erscheint. Sie fangen mit Malerei an, und dann nehmen sie sich Gedichte vor.“

Ich strich jetzt mit den Fingern über die Tischdecke. Glättete Falten, die nicht vorhanden waren. Ich führte seine Augen mit meinen Fingern. Er blinzelte unkontrolliert. Wie putzig. Hihi.

„Es könnte ja ihre Karriere in den Medien sabotieren. Das muß es ja immer sein: Irgendwas mit Medien. Und ihre eigentliche Motivation, sich in Bewegung zu setzen, enthüllen. So gesehen ist ein Playmate viel ehrlicher. Die haben nie verheimlicht, daß es ihnen nur darum ging, in den Medien zu sein, um ihre Fresse in die Kamera zu halten, um jeden Preis. Weiße Feministinnen wollen dasselbe. Irgendein Buch schreiben und promoten. Vorlesungen halten. Eingeladen werden, von einer Fernsehkamera interviewt werden. Und weiße Follower auf ihren Kanälen haben. Aber natürlich nicht für das eigene Ego, nur für ‚die‘ übergeordnete Sache. Fasces gab es schon einmal. Ist es nicht seltsam, daß in den weißesten, nordischen Ländern wie Norwegen, Schweden und auch Deutschland mit der höchsten Durchsetzungsrate bei Gleichberechtigung der lauteste Protest geäußert wird? Warum gehen die nicht mal nach Indien, China, Afrika, Südamerika? Sind die Frauen da zu minderwertig für ihren Social-Media-Account? Im Grunde ihrer weißen Haut sind sie rassistisch und träumen von einer weißen Frauen-Rasse, die Macht über andere Frauen ausüben kann. Sie würden es nie zugeben. Wie heuchlerisch.“

Ich griff jetzt nach seinem Ärmel und entfernte ein Härchen. Zog die Hand schnell zurück. Wollte er schon danach greifen? Er stieß beinahe sein Glas um. Hihi. Wie tollpatschig süß.

„Weiße Feministinnen sind ja zu beschäftigt. Sie sitzen im Wehrmachts-Bunker, humorlos, und müssen diesen Krieg gewinnen. Sollte man ihnen sagen, daß ‚jung‘ ein vergängliches Attribut ist? Eher nicht. Es ist so amüsant, sie dabei zu beobachten, wie sie altern. Wie ihre junge, weiße Haut Falten bekommt. Das Lustige ist: Sie wissen es nicht mal. Das macht es ja so komisch.“

Ich strich mir jetzt eine Strähne hinters Ohr. Ich tat es langsam. Ich entblößte etwas meinen Hals. Etwas halb den Nacken. Der Genickbiß wie bei Löwen. Er wollte wohl schon hineinbeißen. Hihihi. Der Unterwürfigkeits-Trick.

„Außerdem betonen sie, man düüürfe Menschen nicht nach dem Aussehen oder ihren Macken beurteilen. Lästern aber über jeden, der ihnen begegnet. Lästern über Bäuche und Geheimratsecken und Schwänze. Und teilen das unvermittelt mit, über alle Medien, die sie von Zuhause mit ihrem Smartphone bedienen können, und sei es nur, daß jemand ein Karo-Shirt trägt. Das fängt dann immer an mit „Menschen, die…“. Und endet immer mit „Wa-rum?!“ Aber wehe, man macht mal einen Witz.“

Ich nahm jetzt die Serviette und tupfte meine Lippen ab. Er war wie ein Spiegel für meine Bewegungen. Wie hübsch. Hihi.

„Und kommen sie nicht mit Argumenten weiter, werfen sie einem etwas vor: Sexist. Und bei Frauen: Sexistinnen. Oder: Bullshit. Oder: Halt's Maul! Gleich die ganze Verleumdungskeule. Oder ein Wort und noch eins dahinter mit ’-Verdacht‘. Das geht immer. Verdacht. Und die Männer, die sich mit ihnen empören, so verständnisvoll für ‚ihre‘ weiße, kolonialistische Sache sind und zu ihnen halten, die halten sich nur in ihrer Nähe auf, weil sie die ins Bett kriegen wollen oder wenigstens davon träumen, daß die ihnen auf ihrem Social-Media-Account folgen. So gründet man eine Colonia Dignidad. Am weißen Wesen wird die Welt genesen. Die sind noch heuchlerischer. Reduzieren sie doch die Feministinnen nur auf ihre weiße Attraktivität. Aber das merken diese auch nicht.“

Und das war es jetzt. Er war so süß. Und so niedlich. So cute und so adrett. Ich reduzierte ihn nur auf seine Attraktivität. Und wollte ihn nur ins Bett. Egal, was er so von sich gab. Hihi. Ich bin wohl emanzipiert. Aber das merkte er nicht.


„Das Lustige ist: Sie wissen es nicht mal. Hihihi. Das macht es ja so komisch.“, sagte ich.








*




Donnerstag, 5. März 2015

Ein Mann auf der Lippe: Die beiläufige Gelassenheit der Farbe Rot


Ich bin däumlingsklein. Zaubergewirk hat mich geschrumpft. Ich sitze auf der Lippe einer Frau. Zwischen ihren Lippenwulsten. Meine Beine baumeln herunter Richtung Kinn. Oben und unten könnten mich jederzeit zerquetschen. Ihr Lippenstift ist bräunlich rot. Als hätten ihre Lippen schon andere Däumlingskörper zerquetscht. So dort zwischen den Küssen begleite ich ihren Tag. Ich erlebte mit ihr schon so einiges. War schon mit ihr beim Zähneputzen, war schon mit ihr in der S-Bahn. Wenn meine Füße drohen einzuschlafen, stehe ich auf und laufe auf ihrer Lippe hin und her. An den Zahnreihen vorbei. Ich habe dabei die Hände in meinen Hosentaschen. Ich bewege mich so auf den Lügen, kippelnd, ihrer Lippen. Lüppeln geschminkte Lippchen nicht? Meine Füßchen hinterlassen Spuren im Lippenstift. Man werfe das mir nicht vor. Ich kam durch Zauberfall in diese mißliche Lage. Manchmal rattere ich auch gegen ihre Zahnlatten. Heute war es schön. Heute gingen wir in den Club...



Der Kuß war innig und deep

Die Gesichter griffen ineinander wie gut geölte Walzen eines Automatikgetriebes. Sie gingen nun in den nächsthöheren Gang über. Aber das mechanische Gefühl ließ sich nicht verbergen. Dann trennten sich die Lippen wieder. Adaptive Voll-LED-Scheinwerferaugen leuchteten den Club nach Verkehrszeichen aus. Ich trat aus der Spalte zwischen der Lippe der Frau, auf der ich ja nun wohnte, während  sie lippenlog - sie entließ ein Gewohnheitslächeln in Richtung Gegenverkehr -, dann konnte ich endlich wieder atmen. 
Dann kollidierten die Lippen wieder, ich kämpfte mit dem Zungenverkehr des unbekannten Mannes auf der Gegenspur und bereitete mich auf den nächsten Erstickungstod vor.

Wie viele Tode auch vorgesehen waren, als es auf die Verteilung ankam, ich dachte nur: 
„Nur ein Tod pro Leben!“ 
Dann verging auch der Tod wieder. Atmen war etwas Feines. Man sollte es nicht als gegeben ansehen. Manchmal erstickt man nicht am Leben, manchmal nur an Atemnot.

Sie umklammerten sich jetzt und sie legte ihr Kinn auf seiner Schulter ab. Und nun könnte man meinen, daß sie im Nebel des Clubs die Augen geschlossen hielt, um sich noch näher dem Mann zu wähnen. Was der fremde Mann wohl wähnte. Doch sie hielt die Augen offen – ich prüfte auf der Lippe nach, indem ich mich weit herauslehnte – und suchte schon nach der nächsten Mitfahrgelegenheit, während der unbekannte Mann sich sicher innerlich schon zu zweit und fummelnd im von ihm bezahlten Taxi sah. Was mich dazu veranlaßte, mir vorzunehmen, falls ich je wieder aus dieser für mich unangenehmen Lage herauskäme – auf ihrer Lippe zu verharren –, und ich selbst die Schulter wäre, an der sich eine Frau wärmte, Rückspiegel dort anzubringen, um nach hinten zu gewährleisten, daß kein anderer mir in die Parade hineinführe. Käme es mir albern vor, aber nach der Erfahrung mit dieser Frau, auf deren Lippe ich mich nun streckte und gähnte und mir ein hartes Bett herbeisehnte, weil die Nacht sich in die Länge zog, während sie lippenlog, wäre ich mir nicht sicher, wäre kein Mann sicher, zu glauben, eine Frau hielte an der Schulter eines Mannes nur die Augen zu. 
Erinnerte ich mich, einen Bericht gesehen zu haben, daß auch Primatenweibchen stets nach anderen Männchen Ausschau hielten und der gemeinsame Augenblick des Lausens nur dem Zwecke diente, das eine Männchen zu bevorraten, bevor das andere nützlicher erschien, um sich zu paaren, um zum ersten zurückzukehren, um sicherzustellen, das das zweite sich mit dem Nachwuchs herumplagte. Waren meine Gedanken keinem Vorwurf geschuldet. Gab es sicher Gründe für Frauen so egoistisch-evolutionistisch vorzugehen, zumindest sich nicht von einem schnöden Schimpansenweibchen zu unterscheiden, obendrein unterschied sie nur der Lebensraum Urwald und ein Master in Witschaftsingenieurswesen nebst ein paar Tausend Jahre Evolution und Verdrängungspsychologie. Aber sonst. Sie lauste jetzt den unbekannten Mann – sie fitzelte ein paar Fusseln von seinem Hipster-Motto-Shirt – und brachte ihn schon mal so als Versorger in Erwägung. 
Immerhin. Ob er der biologische Vater ihres einzigen Kindes werden würde, sei dahingesagt. Am Morgen war ich Zeuge, wie sie die Pille nahm. Als sich der Abend näherte, um zum Club aufzubrechen, wie sie vier abgezählte Kondome in die Handtasche zu ihren Absichten legte.

Sie ließ ihn jetzt stehen und nahm mich mit auf ihrer Lippe auf die Toilette. Nun, sie stand davor. Vor ihr eine Schlange. Davor eine nächste. Davor noch eine Schlampe. So verächtlich musterte sie die Schimpansenweibchen vor der Damentoilette, daß sie es bereute, sich eingereiht zu haben, obschon sie dringend mußte. Und es kam ihr umso herabwürdigender vor, daß der Eingang zur Herrentoilette gleich nebenan war und die Schimpansenmännchen beim Herausgehen oder Hineingehen gleich viele mögliche Arten von Weiblichkeiten auf einen Blick im direkten Abgleich vergleichen konnten. Der Alptraum einer Frau. Grausam. Wofür man den Männchen gleich die Schuld fürs Glotzen gab. Aber nicht grausam genug, um sich nicht jede Stunde am selbigen Ort einzufinden und sich diesem Vergleich zu unterziehen.

Drinnen in der Damentoilette wurden meine Illusionen erschüttert. Nicht in Bezug zu den immerwährenden Vergleichen, die Frauen untereinander zogen – und immerzu betonten, wie wichtig es sei, „Sei Du selbst!“ zu betonen,  b e v o r  man das Aussehen der Konkurrenz von 1 bis 6 innerlich benotete; Mädchen lernten schon früh, wie man vom Lehrer gute Noten bekam fürs Betragen, auf dem Pausenhof sah das schon anders aus –, das ahnte ich schon, als ich noch nicht auf der Lippe dieser Frau lebte, die lippenlog, weil ich mich ja auf den Lippen ihrer Lügen bewegte und kippelte, und groß war, sondern im Anblick des Grauens des Inneren der Damentoilette, die ich mir vorher im Gegenzug zur Herrentoilette immer vorstellte als reinen Quell der Freude mit Wasserfällen, Regenbogen, Bassin, Harfenmusik und jungfräulich hellem Juchzen, doch versifft war wie die dreckige Lache einer Hafendirne, die für einen Zehner ihren Schlüpper lupfte. Rot stellte ich ihn mir vor. Rot deshalb, weil, nun ja, rot die Farbe des String-Tangas war, der Frau, mit der ich nun in der Kabine hockte. So rot, wie der Hintern eines Pavianarsches. Und auch wenn ich jetzt mit den Primatenarten durcheinanderkam – erst Schimpansen, dann diese –, so kamen mir gleich die verfickten Bonobos in den Sinn. Und auch das ergab für mich Sinn in diesem Club, der für seine artgerechte Anmachverfickung bekannt war.

Nach Dutzenden prüfenden Blicken im Toilettenspiegel, ob noch alle Vorsätze am richtigen Platze waren, verließ sie den Affenhügel, und drang wieder in die Zivilisation der Parkplätze mit ihren Drums und Beats und diversen Verkehrsvorhaben ein. Wo hatte sie den Mann geparkt? Ah, da. 
Oh, er unterhielt sich gerade mit einer billigen Blondine. 

Wozu es Waffenscheine gab? Nun, um nicht die Art in Gänze auszulöschen. 

Blieben die Fäuste. Für eine Frau hieß das: Blieben die, die auf der Zunge eine gesamte Boxmannschaft ergaben: Sie trat von der Seite ran, stellte sich in Position und. Sie schwieg. 

Schlug ihn aber mit den Augen nieder. Für die Blondine blieb der Technische K.O.:
Sie fuhr sich mitteilsam über die Brüste.

„Ah, da bist Du ja. …‘ne alte Bekannte aus der Agentur. Warst aber lange auf dem Klo. Wohl voll da.“

„Ja. ‘Ne Schlange.“ 

Sollten Frauen sich in die Augen blicken? Nur, wenn danach nicht die Augäpfel an Fingernägeln klebrig herunterhängen sollten.

„Will nach Hause. Geh’n wir?“

„Äh… ja.“

Sollte man zu einer Blondine „Wir sehen uns.“ sagen, wenn eine Dunkelhaarige danebensteht?

„Wir sehen uns.“

Der Mann im Allgemeinen ist ein Explosionsmotor. Die Zündabfolge bestimmt die Motorsteuerung. Sie erfolgt im Allgemeinen automatisch. Oder auf Gaspedaldruck.

Sollte man nicht.

Aber das war wohl der Unterschied zwischen Mann und Frau. Daß die Frau ein Affenweibchen ist und der Mann ein Auto. Daß ein Auto einen Affen zwar transportieren konnte, aber auf einen Baum klettern konnte ein Auto nicht.

Mir auf meiner Lippe war es gleich. Ich war ein Däumling, der darüber nachdachte, was ihm mehr nutzte: Die Nacht auf den Lippen einer Frau zu verbringen. Oder die Nacht auf den Lippen einer Frau zu verbringen, die von Männerlippen zerknutscht wurden, mit mir dazwischen und ich nur schlafen wollte.

Er brachte sie im Taxi nach Hause. Er bezahlte. Sie ließ es zingerfeigisch geschehen. Mit heraufkommen durfte er nicht. Das Taxi brauste wütend davon. Die Rücklichter leuchteten rot wie ein Pavianarsch. 

Sie schminkte ihn sich ab. Die Kondome landeten in der Betttischschublade. Den roten String tauschte sie gegen eine Pyjamahose mit Schafen. Er landete schmüppelnd im Wäschekorb. Ob mahnend, konnte ich nicht mehr überblicken. Ich schlief auf ihrer Lippe ein. Vielleicht selig. Aber das wußte ich auch nicht mehr. Ich wußte nur, ich träumte und schlief deep.

Wie ein sheep. Nur ohne Pyjamaschafen. War nett von ihr, mich auf ihrer Lippe zu verschonen. Rötlich braun schmatzten ihre Lippen im Schlaf. Ich fühlte mich träumend wie ein Mundersatz. Wie Lakritzschnecken. Fürs fehlende Küssen Mundersatz. Immer hin und her zwischen ihren Lippenwüsten. Immer muß was dazwischen dafür herhalten. Was zu schnabbeln waren immer andere Lippen. Selbst im Schlaf. Loppen, die mich zwischen den Wulsten hin und her lutschten. Süßigkeiten wurden für erwachsene Frauen erfunden, damit sie was zum Küssen haben. Alles konnte man lutschen, was klein genug war. 

Ich war klein genug, um mir keine Gedanken zu machen. Dann, endlich, schlief ich wirklich mit ihrem Schnarchen ein. Ich tröstete mich damit, daß ich keine Kalorie war, weil man mich nach dem Zähneputzen einnahm. Und die zählen nicht. Weil Kalorien nach dem Zähneputzen selber einschlafen.







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Wie es weiter geht: Es tanzen immer die häßlichsten Frauen mit den kürzesten Röcken auf den wackeligsten Tischen, dafür umso lauter