Corinna.
Corinna trug mich auf Schultern. Nein. Das stimmte nicht. Sie trug mich auf einer Schulter, auf der linken.
Zuerst schauten die Leute noch: Im Supermarkt, an der Kasse, im Bus, im Mittelstand, beim Arzt, im Wartezimmer, auf dem Amt, im Gang. Aber schnell schauten sie auch wieder auf ihre Belange: Auf ihren Einkaufswagen, im Supermarkt, auf ihr Spiegelbild im Fenster, im Bus, auf ihre Gesundheitskarte, beim Arzt, auf ihre Zettel, auf dem Amt. Corinna trug mich überall hin. Ich bin Deniz. Ich bin Loverboy.
Als Loverboy hatte ich viel zu tun: .
Corinna trug mich einmal ins Schwimmbad. Das Wasser stand ihr bis zum Hals. Im Becken. Aber ich konnte mich gut auf ihrer linken Schulter sonnen. Die Abkühlung tat ihr gut. Corinna redet nicht viel. Ich rede viel. Corinna kann nicht gut hören. Dann rede ich nicht mehr viel. Corinna hatte viele Namen: Corinna. Beate. Samira. Maike. Kathrin. Gül. Raena. Yara. Saskia. Mara. Teana. Corinna. Corinna. Beate. Samira. Maike. Kathrin. Gül. Raena. Yara. Saskia. Mara. Teana. Corinna. Corinna. Beate. Samira. Maike. Kathrin. Gül. Raena. Yara. Saskia. Mara. Teana. Corinna. Ich bin Deniz. Meine Karriere als Loverboy hatte gerade richtig Fahrt aufgenommen, als.
Ich rede nicht viel über meine Arbeit. Aber ich erinnere mich noch, wie Corinna zitterte. Ich spürte es auf ihrer linken Schulter. Ich habe einen Chef. Und ich spürte seine Ohrfeige. Ich gebe mir jetzt mehr Mühe. Karin trug mich auf ihren Schultern. Nein. Das stimmte nicht. Sie trug mich auf einer Schulter. Auf der linken. Ich bin Deniz. Ich rede viel. Ich gebe mir mehr Mühe. Dann rede ich nicht mehr viel.
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